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Die Großsteingräber der Steinzeitbauern: Kammern für die Toten
Großsteingräber sind die ältesten oberirdisch erhaltenen Zeugnisse des Totenkultes. Frühe Steinzeitbauern errichteten die Kammern zwischen 
3400 und 2900 vor Chr., also innerhalb weniger Jahrhunderte. Auch in folgenden Perioden wurden die Steingräber oft für Nachbestattungen 
genutzt. Die Kammern standen nicht frei, sondern waren von Hügeln umschlossen.
Die Hintergründe des zugehörigen Totenkultes liegen großenteils im Dunkeln. Die Kammern waren auf die endgültige Aufnahme mehrerer 
Verstorbener ausgelegt. Möglicherweise hatte einige Zeit vorher an anderer Stelle eine Behandlung der Toten stattgefunden, da offenbar 
Knochenhaufen, z. T. noch zusammenhängend, mit Beigaben in die Kammern gelegt wurden.
Landschaft um Albersdorf und das Gieselautal mit Großsteingräbern bzw. deren Resten sowie dem zeitgleichen “Erdwerk”
Großsteingräber, z. T. zerstört
E: Erdwerk (möglicherweise Bereich des Totenkults)
Gieselau
Albersdorf
Papenbusch
Brutkamp
Langbetten
Bredenhoop
Rekonstruktionszeichnung eines Langbettes. Die Kammer ist in der Aufschüttung verborgen. 
Die steinzeitlichen Grabkammern sind häufig von Langhügeln umgeben (”Langbett”, Riesenbett”), aber auch Kammern, die wie der Brutkamp einst 
in Rundhügeln lagen, sind geläufig. Zeichnungen E. Drews
Den eher älteren Dolmen (Sammelbegriff für verschiedene Kammern) folgen die Ganggräber:
Vieleckdolmen mit Gang und einem einzigen Deckstein, 3400 - 3100 v. Chr.
(wie Albersdorf-Brutkamp)
Dolmen mit Gang an der Schmalseite und halbhohem Eintrittsstein, 3400 - 3100 v. Chr.
(wie Albersd.-Papenbusch)
(wie Dellbrück)
Ganggräber (Gang quer angesetzt), 3200-2900 v. Chr. Oben “nordisches Ganggrab” mit gerundetem Grundriss, unten “Holsteiner Kammer” mit 
rechteckigem Grundriss.
(wie Linden-Pahlkrug)
(wie Bunsoh)
Vieleckdolmen “Brutkamp” mit gewaltigem Deckstein (25 t). Kammer und Gang sind weitgehend verschüttet.
Grundriss des Ganggrabes von Bunsoh mit 1908 beobachteter “Quartier”-Aufteilung durch aufrechte Steinplatten.
So stellte sich J. Picardt 1660 die Erbauung eines “Riesenbetts” durch Riesen vor.
Kleiner Dolmen mit angesetztem Gang im Albersdorfer Papenbusch (nur ein Deckstein beschädigt erhalten und wieder auf die Kammer gelegt)

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