Vorheriges Poster Nächstes Poster Bitte Rollbalken zum waagerechten und senkrechten Verschieben benutzen!
Click on German texts to get English explanations!

Vorheriges Poster Nächstes Poster Bitte Rollbalken zum waagerechten und senkrechten Verschieben benutzen!

SStartseite mit Navigationsrahmen (unten)  Zurück

Die Häuser der ersten Bauern im Land The houses of the first farmers in the country
Zwischen ca. 4000 und 3500 vor Chr. Geb. erreichten erste Bauern die Geestgebiete längs der Nordseeküste – wesentlich später als den Süden Mitteleuropas, wo bereits Jahrtausende früher ganze Ansiedlungen z. B. aus großen Langhäusern bestanden. Hierzulande gibt es in weitem Umkreis nur einige wenige Nachweise von Wohnhäusern sowohl aus der Zeit der Großsteingräber wie auch der Zeit der ausgehenden Jung- oder Bauernsteinzeit. Fundstellen sprechen allerdings dafür, dass es zahlreiche Ansiedlungen gegeben haben muss.
Between about 400 and 3500 B.C. first farmers reached the “Geest” areas along the North Sea coast – a lot later than the South of middle Europe, where already millennia before whole settlements e.g. from naves existed. In this country in a wide range there only exist a few evidences of dwelling houses from the time of the large stone tombs (Großsteingräberzeit)as well as from the time of the ending Farmers Stone Age. Places of findings speak for the existence of numerous settlements.
Aus der Zeit der Großsteingräber (um 3250 v. Chr.) stammen die Hausgrundrisse von Flögeln-Eekhöltjen und Pennigbüttel aus dem Elbe-Weser-Dreieck, von denen die Spuren von Wandgräben und Pfostengruben erhalten waren. Die Nachbauten auf dem nahen AÖZA-Gelände orientieren sich an diesen Ausgrabungsergebnissen. Trotz ähnlicher Grundrisse kamen die Ausgräber zu ganz verschiedenen Möglichkeiten der Rekonstruktion. Die vergleichsweise kleinen Häuser hatten im Gegensatz zu Langhäusern späterer Perioden keine Stallteile. Offenbar erlaubte es das günstige Klima der Bauernsteinzeit, das Vieh auch im Winter draußen zu halten.
The house plans of Flögeln-Eekhöltjen and Pennigbüttel of the Elbe-Weser-triangle, of which the wall ditches and post pits are preserved, are from the time of the large stone tombs (Großsteingräben) (about 3250 B.C.). The reconstructions on the close-by AÖZA area are geared to these excavation results. Despite similar plans the excavators gave totally different possibilities of reconstruction. The comparatively small houses had, in contrast to naves of later periods, no barn part. The favourable climate of the Farmers Stone Age apparently allowed having the cattle outside even in winter.
Vom Grundriss zur Rekonstruktion: Wandgräben und Pfostensetzungen sind die einzigen Spuren des Hauses 1 von Flögeln-Eekhöltjen, die im Boden sichtbar blieben. Daraus lassen sich ziemlich sicher die Ausmaße des Gebäudes bestimmen (knapp 13 m lang), weniger sicher die tragende Konstruktion. Details bleiben meistens völlig ungewiss, wenn nicht ausnahmsweise Bauhölzer in dauerhaft feuchten Böden erhalten blieben. Nach Zimmermann
From plan to reconstruction: Wall ditches and posts positioning, which are visible in the ground, are the only traces of house 1 of Flögeln-Eekhöltjen. From these the measures of the building can be determined very easily (scantly 13m in length), less certain the supporting construction. Details are mostly totally uncertain; if not exceptionally timbers are preserved in the permanently wet soils.
By Zimmermann

Ausgrabung des Hauses 2 von Flögeln-Eekhöltjen. Foto und ©: Institut für historische Küstenforschung Wilhelmshaven
Excavations of house 2 of Flögeln-Eekhöltjen. Picture and ©: Institute for historic coast investigation Wilhelmshaven
Der gleiche Grundriss, aber verschiedene Rekonstruktionsmöglichkeiten selbst bei Annahme gleicher Dachneigung und Deckungsart. Trotz genauester Beobachtung der Pfostengruben ließ sich nicht feststellen, ob die (längst vergangenen) Pfosten senkrecht oder schräg in den Löchern standen. Grundsätzlich gilt: je weiter vom Boden entfernt, desto weniger wissen wir!
The same plan but different reconstruction possibilities even with assumption of the same slope and of the same kind of roof covering. Despite exact observation of the post pits it was not possible to determine whether the (long bygone) posts were standing in the holes vertical or angular. Basically: the more distant from the ground, the less we know! 
Pennigbüttel, Haus B: Umzeichnung des Ausgrabungsbefundes. Trotz ähnlichen Alters und Grundrisses wie Flögeln geht hier der Ausgräber von massiven Pfostenwänden aus, die ein wenig geneigtes, schweres Sodendach getragen haben könnten. Nach Assendorp
Pennigbüttel, House B: Outlining of the excavation findings. Despite similar age and plan as in Flögeln the excavator assumes massive post walls, which supported a somewhat sloped, heavy sod roof. By Assendorp
Ein schon vor dem letzten Weltkrieg am Dümmer in Niedersachsen ausgegrabener Hausplatz zeigt deutlich die Lage der Herdstellen in dem wohl nur von Menschen bewohnten Gebäude. Nach Reinerth/Assendorp
One house position, already excavated on the Dümmer in Lower Saxony before the last World War, clearly shows the location of the hearth area in the building, which was probably only inhabited by man. 
By Reinerth/Assendorp

Das Archäologisch-Ökologische Zentrum Albersdorf (AÖZA) bietet das, was hier durch Bilder und Modelle erläutert wird, zum Anfassen und zum Miterleben – nur 750 m Fußweg von hier durch den Wald!
The Archaeological-Ecological Centre of Albersdorf (AÖZA) offers that, which is explained here by pictures and models, for handling and for witnessing – from here only a 750 m footpath through the forest!

Museums-Startseite mit Navigationsrahmen (unten)  Aöza  Zurück © Volker Arnold, zuletzt geändert am: