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© Volker Arnold, zuletzt geändert am: 

Texte zur Tafel:
Idioms and words in Lower German (partly not translatable)
Törfkopp! - ein heute noch gebräuchliches Schimpfwort für einen, der sich dusselig anstellt. Vergessen ist aber Törfschört (Torfschürze) für ein dementsprechendes Dienstmädchen. Kumm man good hin un kumm ni ünner'n Törfwagen!, sagte man nicht nur als Segenswunsch für eine gute Fahrt, sondern vor allem, wenn sich jemand gerne betrank. Du schass grönen und blöhen as en Törfsood, is ok en Wunsch – ein weiterer Schnack.
"Törfkopp!" (peat head) - a swear-word for someone acting stupidly used still today. But "Törfschört" (peat apron) for a stupid maid is now forgotten. "Don't get ... below the peat carrier" was said not only when wishing a good journey, but especially when a person was expected to be drunken afterwards. You shall become green and be in flower like a peat turf - another curious wish in Lower German language.
"As wenn du in dien Törfstall kiekst, so swatt vull vun Minschen": immer wieder erzählt Kassen Lünn von seinem ersten und einzigen Besuch des neuen Rendsburger Bahnhofs in Friedrich Ernst Peters' "Baasdörper Krönk". – Torfsoden waren schwarz und schmutzig wie Kohle.
"As wenn du in dien Törfstall kiekst, so swatt vull vun Minschen" (as black as looking into your peat house) said a character in a Lower German novel when he saw a crowd of people at a railway station the first time of his life. – Peat turves were black and dusty like coal.
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Dat Moor
von Klaus Groth
(bog poem in Lower German Language)

De Borrn bewegt sik op un dal,
As gungst du langs en böken Bahl,
Dat Water schülpert inne Graff,
De Grasnarv bewert op und af;
Dat geit hendal, dat geit tohöch
So lisen as en Kinnerweeg.

Dat Moor is brun, de Heid is brun,
Dat Wullgras schint so witt as Dun,
So week as Sid, so rein as Snee:
Den Hadbar reckt dat bet ant Knee.

Hier hüppt de Pock int Reth hentlank,
Un singt uns abends sin Gesank;
De Voß de bru't, de Wachtel röppt,
De ganze Welt is still un slöppt.

Du hörst din Schritt ni, wenn du geist
Du hörst de Rüschen, wenn du steist,
Dat levt un wevt int ganze Feld,
As weert bi Nacht en anner Welt.

Denn ward dat Moor so wit und grot,
Denn ward de Minsch so lütt to Mot:
Wull weet, wa lang he dær de Heid
Noch frisch und kräfti geit!

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Stektörf (Stechtorf, cut peat)
Viele Arbeitsgänge waren nötig, bevor die trockenen Soden am Herd in der Törfkist bereit lagen. Erst wurde die oberste Schicht (Plaggtörf) afbültert, dann der Torf in harter Arbeit gestochen, mit dem Slepbred zum Trockenplatz geschleppt, später zunächst zu kleinen Diemen geringelt und zuletzt zu großen Diemen (Kloten) aufgehäuft.
A lot of working stages were needed before the dry turves were ready for use in the peat box (Törfkist) on the side of the stove. At first, the uppermost peat layer (Plaggtörf) was removed (afbültert). Afterwards, the hard work of peat cutting began. On a plank (Slepbred), the turves were towed towards the drying place. Later they were placed (geringelt) in small heaps, finally in big heaps (Kloten).
Klotzen (Doppelsoden, double size peat turves)
Slepbred (Schleppbrett, towing plank)
Steker (cutting knife)
Bank (bank)
Spletter (cutting tool)
Törfspaden (peat spade)
Snick (Wasserschnecke, archimedic draining screw)
Plaggtörf (Abfall, waste)
Kuul (pond)
Die Soden trockneten erst in Ringen (vorne), dann in großen Kloten.
The turves (Soden) dried first in small heaps (Ringe, at the front), afterwards in big heaps (Kloten).
Backtörf (baked peat)
Flor (Bretterwanne) für den Törfmudd
Wooden floor (Flor) used for peat mud (Törfmudd)
Der Torfschlamm wird mit der Striekschüffel in die Form gedrückt
Peat mud will be pressed into the form with a shovel (Stiekschüffel)
Ketscher (catching tool)
Pause unter dem Schutzdach (Flaak)
Work-break beneath beyond a movable roof (Flaak)

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Thanks to Graham Fairclough for revising the English texts.