Bernstein - die perfekte Fossilienfalle

(also in English: all about amber and amber inclusions!)

Bildauswahl Lebewelt in Bernstein 1 und 2 - Pollen, Sporen, Mikrofossilien in Bernstein - Internetverweise zu Bernstein
Ungelöste Bernsteinrätsel - Lexikon - Bernsteinquiz - Bilder aus dem "Atlas" - Museum Albersdorf

Pollenkörner, freigelegt aus frühtertiärem Oise-Bernstein (in Englisch)

Wer war der "Baltische" Bernsteinbaum?
Entdeckungsreise durch ein Stück Baltischen Bernstein - Inklusen selbst finden!
Animationen von Bernstein-Inklusen aus dem Laser-Scanning-Mikroskop
Serie: Das Aktuelle Inklusenfoto - immer wieder neu!

Bernstein ist fossiles Harz. Lebewesen, Pflanzenteile und was damals sonst noch in das Harz geriet, wurde eingeschlossen und ist vom zu Bernstein gewordenen Harz mehr oder weniger perfekt umhüllt.
Zur Übersicht kann man hier gleich das Bernsteinlexikon aus unserem Museumsquiz benutzen.

Es gibt viele Bernsteinarten verschiedenen Alters aus dem Erdmittelalter und der Erdneuzeit. Altbekannt ist der Baltische Bernstein, der vor allem an der Küste Ostpreußens gefördert wird und aus dem Eozän-Abschnitt des Tertiärzeitalters stammt und um 40-50 Millionen Jahre alt sein dürfte. Man kann Baltischen Bernstein ebenso angeschwemmt an anderen Stellen der Ostseeküste finden, vor allem in Litauen, Polen, Usedom und dem Darß, aber auch an der deutschen Nordseeküste, an den Küsten Dänemarks, Schonens, der nördlichen Niederlande und sogar Ostenglands. Auch in den Eiszeitablagerungen z. B. des norddeutschen Flachlandes findet man immer wieder Bernstein. Eine Besonderheit, wohl auch zum Kreis des Baltischen Bernsteins gehörig, ist der Bitterfelder oder sächsische Bernstein, überwiegend aus der stillgelegten Braunkohlegrube Goitzsche bei Bitterfeld in Sachsen-Anhalt.

Eine Bernstein-Sammlung muß übrigens nicht teuer sein. Sehr häufige Einschlüsse erhält man derzeit für Preise durchaus unter 10.-Euro. Je nach Größe und Seltenheit sind die Preise nach oben offen und können bei besonderen Raritäten auch mal in die Zehntausende gehen. Was zunächst eher zu Buche schlägt, sind Stereomikroskop und Kaltlichtleuchte, ohne die es auf Dauer kaum geht, wenn man sich nicht mit einer billigen Lupe (10-fach) zufrieden geben will.